• Anna Hupe

Achtsames Fotografieren in der Natur

Noch vor einem Jahr habe ich fast nie eine Kamera mit in der Natur gehabt, geschweige denn Bilder gemacht, wo nicht meine Kinder drauf sind. Ab und an kam vor, dass ich eine Landschaft oder einen Baum aufnahm, vielleicht einen Sonnenuntergang. Aber andere Bilder waren nicht auf meinem Speicher zu finden. Bis ich anfing, die Natur immer näher zu betrachten und dann, seit ich selbstständig bin, auch Fotos von diesen Betrachtungen zu machen. Und es ist mir etwas Wunderschönes geworden. Das Fotografieren mit meiner Kamera bereichert nun meine Spaziergänge. Vertieft das Erlebte, das Beobachtete, hält die Eindrücke für mich fest. Und nicht nur die Eindrücke, sondern auch die Emotionen sind an diese Bilder geknüpft. So kann ich mich nun durch den Speicher meines Handys klicken, und bin wieder im Wald unterwegs. Kann ihn fast riechen, die Geräusche hören und diese Momente, die ich dort war, noch einmal tief erleben.

Welche Motive ich festhalte? Ich gehe gern nah dran und nehme einzelne Details auf. Mal fasziniert mich eine Form, eine Farbe, ein Kontrast. Oder es weckt auch mal das Zusammenspiel kleiner Details meine Phantasie.

Eine schöne Übung, sich fotografierend der Natur zu nähern möchte ich dir nun vorstellen. Die Übung eignet sich auch besonders schön als Übung, die du gemeinsam mit einem Freund, dem Partner machen kannst. Jeder macht eigene Bilder. Und nachher könnt ihr euch austauschen. Euch gegenseitig die Bilder zeigen. Welche Gemeinsamkeiten, Unterschiede in der Motivwahl sind zu entdecken. Auch für Kinder ab Schulalter ist die Übung gut geeignet. Ich mache das öfter mit meiner Ältesten und es ist total spannend, die Natur mit ihren Augen auf ihren Fotos zu entdecken.



1. Thema wählen


Suche dir aus der Liste mindestens drei Begriffe raus, die dich ansprechen.Vielleicht sind es welche, die du dir gerade für dein Leben mehr wünschst. Oder welche, die dein Leben repräsentieren. Du kannst selbstverständlich auch eigene Begriffe wählen. Wenn du sie mit jemand anderem zusammenmachst, dann kann spannend sein, wenn ihr die gleichen Begriffe wählt.

Dankbarkeit, Liebe, Gesundheit, Gelassenheit, Ehrlichkeit, Güte, Spiritualität, Hoffnung, Lebensenergie, Glück, Freundschaft, Humor, Frieden, Verbundenheit, Freude, Übermut, Wandlung, Sehnsucht, Kraft, Versöhnung, Energie, Zuversicht, Optimismus, Freiheit, Autonomie, Selbstbewusstsein, Wertschätzung



2. Motivsuche und Fotografieren


Gehe mit ausreichend Zeit und Ruhe in den Wald und lass dich inspirieren. Wo in der Natur, im Wald kannst du diese Begriffe sehen? Welche Symbole findest du? Mache Fotos. Versuche, die Worte, die du gewählt hast, so treffend wie möglich zu fotografieren. Was ist der richtige Winkel, von wo sollte das Licht einfallen... welches Detail ist dir wichtig?

Wenn du die Übung mit Partner machst, dann geht jeder auf die eigene Motivsuche.



3. Galerie und Vertiefende Impulse


Du kannst aus den Fotos eine kleine Galerie machen. Du kannst sie ausdrucken. Vielleicht magst du dir auch noch etwas zu ihnen notieren, was dir wichtig oder deutlich geworden ist bei der Wahl des Motivs. Vielleicht hast du neue Erkenntnisse über diesen Begriff für dich gewonnen. Du kannst die Übung noch vertiefen, wenn du ein kleines Gedicht zu deinem Bild schreibst, einen kleinen Text, ihm einen Rahmen gibst, einen besonderen Platz. Du kannst eines der Bilder auch als Bildschirmhintergrund nehmen.




Hat dir der kleine Impuls gefallen? Dann lass mir gern einen Kommentar da.

Wenn dir meine Arbeit gefällt und du gern tiefer einsteigen willst, dann kontaktiere mich für einen kostenlosen Online-Kennenlerntermin.

Dieser Artikel entstand im Zuge der Aktion #7Tage7Artikel von Anna Koschinski